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Recap des Kooperationspartnertreffens 2026

Am 10. März 2026 kamen die Kooperationspartner von mainproject in einer zukunftsweisenden Veranstaltung zusammen. KMU-Entscheider und Know-how-Träger erlebten einen praxisorientierten Vormittag, der darauf abzielte, die Partnerunternehmen zukunftssicher aufzustellen und konkrete Projekte im mainproject-Netzwerk über die nächsten drei Jahre zu entwickeln.

Neben einem spannenden Impulsvortrag von Herrn Dr. Viktor Becher von der Bayern Innovativ GmbH, in dem es um die Innovationsförderung von KMUs ging, standen die Workshoprunden in unseren Fokusthemen Netto-Null, Kreislaufwirtschaft, Cybersicherheit und der Community für Personal und Qualifikation im Zentrum der Veranstaltung. Nachfolgend finden Sie, prägnant zusammengefasst, die Inhalte und Entwicklungen, die durch die Beteiligung unserer LoI-Partner in diesen Themengebieten zustande gekommen sind.


Zusammenfassung des Workshops „Klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen“ - Fokusthema Netto-Null

 

Im Rahmen des Kick-offs des Projekts mainproject step fand ein Workshop zum Thema klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen mit Unternehmen und Institutionen aus der Region Bayerischer Untermain statt. Der Workshop wurde von Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann und Meike Schumacher moderiert, die im Projekt die Arbeitsgruppe „Netto-Null“ leiten werden. Ziel war es, gemeinsam zu diskutieren, wie Unternehmen in einer regionalen Community auf ihrem Weg zur Klimaneutralität unterstützt werden können.

 

Die teilnehmenden Organisationen waren sehr heterogen und repräsentierten unterschiedliche Rollen entlang der Wertschöpfungskette der NZIA-Technologien (Net-Zero Industry Act). Dazu gehörten sowohl Anbieter und Zulieferer klimarelevanter Technologien und Dienstleistungen – etwa IT-Infrastrukturanbieter, Betreiber von Wärme- und Kältenetzen, Photovoltaik-Planer sowie Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen – als auch Anwender dieser Technologien, beispielsweise Unternehmen, die klimaneutrale Events oder nachhaltige Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepte umsetzen möchten. Ergänzt wurde die Runde durch Multiplikatoren wie die IHK oder die Agentur für Arbeit.

 

Ein zentraler Diskussionspunkt war die Idee einer gemeinsamen „Inventur“ zur Klimaneutralität innerhalb der Community. Dabei könnten die teilnehmenden Unternehmen zunächst ihren aktuellen Stand in Bezug auf Klimaneutralität systematisch erfassen. Auf dieser Grundlage ließen sich im Projektverlauf gezielte Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Nach Ablauf der dreijährigen Projektlaufzeit könnte eine erneute Messung erfolgen, um sichtbar zu machen, welche Fortschritte in Richtung Netto-Null erreicht wurden.

 

Die Unternehmen formulierten mehrere zentrale Motivationen und Erwartungen an die Zusammenarbeit im Netzwerk: messbare Fortschritte in Richtung Netto-Null, eine Bestandsaufnahme des Status quo, die Identifikation von Wissens- und Kompetenzlücken, die Möglichkeit, eigene Beiträge und Kompetenzen im Netzwerk einzubringen, sowie mehr Transparenz darüber, wer im Netzwerk welche Aktivitäten und Lösungen anbietet.

 

 

Der Workshop zeigte deutlich, dass ein großes Interesse besteht, Klimaneutralität nicht isoliert, sondern im Rahmen einer regionalen Community voranzubringen. Eine strukturierte Bestandsaufnahme sowie ein transparenter Austausch von Wissen, Lösungen und Kompetenzen könnten eine wichtige Grundlage dafür bilden, in den kommenden drei Jahren konkrete Fortschritte in Richtung Netto-Null zu erreichen.


Zusammenfassung des Workshops „Circular Economy“ – Fokusthema Kreislaufwirtschaft

 

Im Rahmen des Kick-offs des Projekts mainproject step fand eine Workshoprunde zum Thema Circular Economy statt. Ziel war es, gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen aus der Region Bayerischer Untermain zentrale Herausforderungen, Themenfelder und Formen der Zusammenarbeit rund um zirkuläre Wertschöpfung zu identifizieren.

 

Zu Beginn wurden zentrale Herausforderungen diskutiert, denen Unternehmen bei der Umsetzung von Circular-Economy-Ansätzen begegnen. Genannt wurden unter anderem regulatorische Rahmenbedingungen wie Bauvorschriften, aber auch praktische Fragen etwa zum Retourenmanagement, zu Rücknahme- und Aufbereitungsprozessen sowie zur Reparatur und Wiederverwendung von Produkten. Zudem wurde deutlich, dass Unternehmen häufig vor der Herausforderung stehen, Circular-Economy-Lösungen mit bestehenden Technologiezyklen und Geschäftsprozessen in Einklang zu bringen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Mehrwert eines Netzwerks für die Umsetzung zirkulärer Ansätze. Die Teilnehmenden betonten insbesondere die Bedeutung eines interdisziplinären Austauschs, um voneinander zu lernen, Wissen zu bündeln und passende Kooperationspartner entlang der Lieferkette zu finden. Ein Netzwerk kann zudem als Plattform dienen, um Kompetenzen sichtbar zu machen und Unternehmen miteinander zu vernetzen.

 

Als wichtige Themenfelder für die zukünftige Zusammenarbeit wurden unter anderem wirtschaftliche Fragen („Was lohnt sich?“), zirkuläre Geschäftsmodelle wie Leasing- oder Nutzungsmodelle, der Zugang zu Technologien, Fragen der Finanzierung und Bewertung, sowie Referenzbeispiele aus anderen Regionen oder Ländern genannt. Auch Aspekte wie Akzeptanz bei Kunden oder Kommunen, die Umsetzung über kleine, realistische Schritte, sowie das Potenzial von Abfällen und Nebenprodukten als Ressourcen wurden hervorgehoben.

 

Für die praktische Zusammenarbeit im Netzwerk wurden verschiedene Formate vorgeschlagen, darunter Webinare, Workshops, Netzwerkveranstaltungen, Unternehmensbesuche, Projektgruppentreffen sowie der Austausch konkreter Praxisbeispiele.

 

Als möglicher Beitrag aus dem Netzwerk wurden unter anderem Best-Practice-Beispiele aus der erweiterten Region/Lieferkette sowie konkrete Ansätze wie Wärmekreisläufe genannt. Insgesamt zeigte der Workshop, dass großes Interesse besteht, Circular Economy stärker regional vernetzt und praxisorientiert voranzubringen und gemeinsam konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.


Zusammenfassung des Workshops „Usability-Test Security Intelligence Platform“ - Fokusthema Cybersicherheit

 

Im Fokusthema Cybersicherheit und KI wurde erstmals die von Studierenden entwickelte Security Intelligence Platform demonstriert und von den LoI-Partnern getestet. Im Rahmen eines Usability-Tests sollte so evaluiert werden, inwieweit die Plattform verbessert werden kann. Moderiert von Marcel Beydogan, Matthias Schüssler und Julian Thiele haben die Kooperationspartner einen ersten Einblick in die Software erhalten und in einer zweistufigen Abfrage ihre Bewertungen zum derzeitigen Stand der Security Intelligence Platform abgegeben.

Die Teilnehmenden durften in Zweierteams die Software prüfen. Eine Person übernahm die Rolle eines „Facilitators“, welcher der zweiten Person, dem „Ausführenden“, Anweisungen aus den Fragestellungen gab. Die Fragestellungen zielten darauf ab, ein realistisches Aufgabenpaket abzubilden, welches Mitarbeitende in KMUs beim Einsatz der Security Intelligence Plattform erwarten könnte. Während des Testings konnten die Teilnehmenden so die verschiedenen Bereiche der Software kennenlernen, wie bspw. die Scan-Oberfläche, eine Schwachstellenansicht oder die Einstellungen und Optionen der auszuführenden Scans. Auch konnten die Teilnehmenden ihre Gedanken und Ideen zu einer Integration eines KI-Assistenten äußern und untereinander diskutieren.

Im Anschluss daran haben die Teilnehmenden den standardisierten User Experience Questionnaire nach https://www.ueq-online.org/ bearbeitet und ihren Eindruck der Plattform bei der Beantwortung des Fragebogens bewertet.


Die Bildschirme und Gespräche der Zweierteams wurden während des Usability-Tests aufgezeichnet. Das gesammelte Material wird nun vom Entwicklungsteam wissenschaftlich ausgewertet und die Ergebnisse in die iterative Weiterentwicklung der Plattform einfließen. Insgesamt ist anzumerken, dass das direkte Feedback der Teilnehmenden in großen Teilen positiv ausfiel.


Zusammenfassung des Workshops zur Community für Personal und Qualifikation

 

Die mainproject Community für Personal und Qualifikation wird in mainproject step weitergeführt. Sie soll sich nun sowohl am Querschnitt, als auch an spezifischen Personalthemen und -bedarfen der drei Fokusthemen orientieren. Um die Interessen der LoI-Partner hierzu zu erfassen, wurde ein Workshop von Prof. Dr. Erich Ruppert und Marcel Beydogan moderiert. Es wurde eine Diskussion um Weiterbildungen zu harten und soften Skills in den Fokusthemen angeregt.

 

Zum Einstieg hat Prof. Dr. Erich Ruppert aus seinen Erfahrungen in der TH Academy und in verschiedenen Förderprojekten berichtet. Er hat aufgezeigt, wie viel leichter es bisher war, Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Weiterbildungsangebote in Soft-Skills im Vergleich zu Hard-Skills zu gewinnen. Die LoI-Partner stellten dann ihre Einschätzungen zu den soften und harten Skills vor, die heutzutage in den Fokusthemen Netto-Null, Kreislaufwirtschaft und Cybersicherheit benötigt werden. Sie berichteten von ihren Strategien, Inhalten und Motivationen in ihrem Unternehmen, um die Belegschaften weiterzubilden.

 

Im Kontext der soften Skills wurde mit Bezug auf Netto-Null und Kreislaufwirtschaft mehrfach erwähnt, wie wichtig die Generierung von Awareness, Verständnis, Empathie und emotionsgetriebener Motivation ist. Auch im Thema Cybersicherheit spielt laut den Teilnehmenden Awareness eine essentielle Rolle in der Vermeidung und im Umgang mit Bedrohungen, was auch regelmäßig in praktischen Überprüfungen vermittelt wird.

 

Bezüglich der Bedarfe an harten Skills in den Bereichen Netto-Null und Kreislaufwirtschaft zeichnete sich die Frage nach den Methoden zur Ermittlung von Kosten und Nutzwerten ab. Personen, die in diesem Umfeld arbeiten, sollten Weiterbildungsmöglichkeiten haben, um Entscheidungsprozesse im Unternehmen analytisch zu unterstützen. Auch das Wissen über den aktuellen Stand der Technik wurde hier als Teil von harten Skills klassifiziert. Harte Skills im Bereich der Cybersecurity sind dem Thema meist inhärent – Programmiersprachen oder generelles IT-Know-how waren hier Gegenstand der Diskussion. Sehr offen und klar kam zum Ausdruck, dass viele dieser harten Inhalte auf etablierte Zertifizierungen (zum Beispiel durch Softwareanbieter) hinauslaufen, bei denen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen sofortigen Beitrag zu ihrem eigenen „Marktwert“ erkennen und gleichzeitig das Unternehmen die Zertifizierung als Argument gegenüber Kunden herausstellen kann und teilweise muss.

 

In allen drei Fokusbereichen wurden Weiterbildungen, die sich an Regulatorik orientieren und von dieser getrieben werden, als festen Teil einer Weiterbildungsstrategie gesehen, um eine adäquate Compliance mit geltendem Recht im Unternehmen zu gewährleisten.

Kontakt

mainproject step

Technische Hochschule Aschaffenburg

Campus I - Würzburger Straße 45

63743 Aschaffenburg

[email protected]

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