Kreislaufwirtschaft (engl. Circular Economy) bezeichnet ein Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, Ressourcen effizient zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und Produkte, Materialien sowie Rohstoffe möglichst lange im wirtschaftlichen Kreislauf zu halten. Statt des klassischen „Take–Make–Waste“-Modells werden Werte erhalten, Lebenszyklen verlängert und Produktions‑ wie Entsorgungsprozesse neu gedacht. Dieser Ansatz leistet einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Klimazielen.
Die Projektaktivitäten unterstützen KMU dabei, den Übergang von linearen, einbahnstraßenartigen Wertschöpfungsketten hin zu zirkulären Ansätzen zu gestalten. Ziel ist es, Unternehmen unabhängiger von unsicheren Rohstoff- und Vorproduktströmen zu machen, Abhängigkeiten in globalen Lieferketten zu reduzieren und gleichzeitig Nachhaltigkeits- und Klimaziele besser zu erreichen.
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Entwicklung und Erprobung von Prototypen – seien es Produkte, Dienstleistungen oder neue Kombinationen aus beidem. Dafür entsteht ein praxisnaher Methoden- und Orientierungsrahmen für zirkuläre Geschäftsmodelle: mit verständlichen Grundlagen, konkreten Ansatzpunkten für Produkt- und Serviceentwicklung sowie Beispielen und Werkzeugen, die Unternehmen bei der eigenen Umsetzung unterstützen. Ziel ist es nicht, fertige Lösungen „mitzuliefern“, sondern Unternehmen in die Lage zu versetzen, eigene tragfähige zirkuläre Ansätze zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.
Wir unterstützen Unternehmen beim Übergang von linearen Wertschöpfungsmodellen nach dem Prinzip „take – make – waste“ („Rohstoff entnehmen – produzieren – entsorgen“) hin zu zirkulären Ansätzen (Circular Economy).
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie werden zirkuläre Ansätze für KMU praktisch umsetzbar – von Design über Geschäftsmodell bis zur Umsetzung im Betrieb? (z. B. entlang der 10‑R‑Strategie und konkreter Einstiegspfade).
Circular-Economy-Grundlagen und Einordnung
Bezug zum bisherigen Kreislaufwirtschaftsgesetz und zu Life Cycle Thinking
Warum ist Circular Economy relevant?
Materialrisiken und Versorgungs(un-)sicherheit - Abhängigkeiten und Resilienz von Lieferketten - Markt-, Kunden- und Partneranforderungen - Regulatorische Entwicklungen und deren Bedeutung für
KMU - Beitrag zu Nachhaltigkeits- und Klimazielen
Die 10-R-Strategie als Orientierungsrahmen
R0–R2: Refuse / Rethink / Reduce - R3–R4: Reuse / Repair - R5–R7: Refurbish / Remanufacture / Repurpose - R8–R9: Recycle / Recover
Regulatorik, Standards und ihre Praxis-Relevanz (Auswahl)
Ökodesign-Verordnung (ESPR), Digitaler Produktpass (DPP) u. a.
Normen/Standards wie die ISO‑59000‑Familie
Überblick & Einordnung
Modelle, Konzepte, regulatorische Rahmenbedingungen und Standards - Einordnung nach Branchen, Wertschöpfungsstufen und Unternehmensgrößen
Gemeinsame Entwicklung & Prototyping
Co-kreative Arbeit mit Unternehmen an konkreten Fragestellungen
Entwicklung und Diskussion von Prototypen (Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodellbausteine)
Iteratives Lernen anhand realer Anwendungsfälle
Netzwerk- und Stakeholderarbeit
Aktive Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern potenziell zirkulärer Geschäftsmodelle (z. B. Lieferanten, Kunden, Servicepartner, Entsorger, Initiativen)
Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Lösungsansätzen
Angebote (Auswahl)
Netzwerkveranstaltungen; Webinare; Partnertreffen; Symposien;
Workshops, z. B. Design Thinking oder andere strukturierte Innovationsformate;
Schulungsbausteine zu den o. g. Themen;
Fallbeispiele: Was machen andere – und was lässt sich daraus für die eigene Praxis ableiten?
Mitmachen können Unternehmen, insbesondere produzierende/produktnahe KMU, bei denen Materialeinsatz, Produktdesign und Lebensdauer zentral sind.
Sie sind richtig, wenn Sie beispielsweise als Inhaber:in oder in der Produktionsleitung, Produktentwicklung, QM, Einkauf/Beschaffung, Nachhaltigkeit oder Serviceleitung tätig sind und sich mit Themen der Circular Economy beschäftigen – oder dies planen.
Die Mitwirkenden können sich aktiv einbringen – beispielsweise durch die Vorstellung eines Praxisbeispiels oder durch das Einbringen konkreter Fragestellungen aus dem Unternehmensalltag.
nach Bedarf
Es gilt die VEGAS‑Regel: „Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas“. Das bedeutet, dass Inhalte, die innerhalb der Fokustreffen besprochen werden, vertraulich bleiben und nicht nach außen dringen dürfen. Diese Regel fördert gegenseitiges Vertrauen und schafft die Basis für offene Kommunikation.
Es gibt offene Formate, bei denen Gäste jederzeit willkommen sind, und geschlossene Formate. Um in diesen geschlossenen Circles dabei zu sein, bedarf es des Abschlusses eines Kooperationsvertrags.
Alle Angebote von mainproject step sind in der Regel kostenfrei, da sie durch den Europäischen Sozialfonds in Bayern gefördert sind.
