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Was macht einen guten Scrum Master aus?

 

Seit einigen Monaten beschäftigen wir uns bei mainproject digital mit SCRUM als eine agile Projektmanagement-Methode und bieten verschiedene Informationsveranstaltungen und Workshops dazu an. Das Interesse der Unternehmen am Bayerischen Untermain daran ist groß und wie bei fast allem, was trendy und was neu ist, gibt es viele Fachbegriffe, die noch nicht allen geläufig sind. So werden wir unter anderem häufig gefragt: Was sind die Aufgaben eines SCRUM Masters? Und welche Eigenschaften sollte er bzw. sie mitbringen?

 

AUFGABEN

 

Der SCRUM-Master agiert als Vermittler zwischen dem Team und dem Product Owner und behält das Projektziel stets im Blick. Er ist dabei nicht Chef und hat auch keinerlei Weisungsbefugnisse gegenüber den Teammitgliedern, vielmehr ist er Coach und Moderator. Der SCRUM Master sorgt dafür, dass sich jeder im Team wohlfühlt, kümmert sich um den reibungslosen Ablauf und pocht auf die Einhaltung der Regeln. Er/sie organisiert die Meetings und bereitet sie vor und nach, ist im engen Kontakt mit dem Product Owner und steht dem Team stets als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

KOMPETENZEN

 

Soft Skills stehen beim SCRUM-Master ganz oben auf der Anforderungsliste. Er/sie braucht also gute Kommunikationsfähigkeiten, ein sicheres und souveränes Auftreten, die Fähigkeit auch mal einen Streit zu schlichten, Organisationstalent und Einfühlungsvermögen. Daneben sollte er die Methoden und Techniken von SCRUM sicher beherrschen und vermitteln können. Diese erwirbt man unter anderem durch ein SCRUM Master Zertifikat. Einen entsprechenden Workshop SCRUM 4 Master(s) bieten wir übrigens am 05. Und 06. Juni an. Braucht er/sie auch Fachwissen, das die Teammitglieder zur Entwicklung des neuen Produktes benötigen? Diese Frage ist nicht eindeutig mit ja oder nein zu beantworten. Ein fachlicher Background ist auf jeden Fall von Vorteil.

 

FAZIT

 

Das neue Berufsbild eines SCRUM Masters erfordert vor allem soziale Kompetenzen und die gefestigte Kenntnis agiler Methoden und Techniken. Die Tätigkeit ist abwechslungsreich und eignet sich eher für Generalisten als Spezialisten.

 

Exkurs: SCRUM ist eine Projektmanagement-Methode, die inzwischen in vielen Unternehmensbereichen eingesetzt wird und schnell und kostengünstig zur Entwicklung hochwertiger Produkte beitragen kann. Dabei erfolgt die Umsetzung der Vision in das fertige Produkt nicht durch die Aufstellung möglichst detaillierter Lasten- und Pflichtenhefte, sondern die Anforderungen werden in Form von Eigenschaften aus der Anwendersicht, sogenannte User Storys, formuliert. SCRUM besteht aus nur wenigen Regeln. Unter anderem werden Ereignisse, Artefakte und Rollen unterschieden. Alle SCRUM-relevanten Begriffe sind übrigens übersichtlich auf der Webseite von Scrum Guide nachzulesen.

 

 

Ein Beitrag von Katja Leimeister

 

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