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Interne Kommunikation in der Krise - wie macht man das?

 

Unternehmen kämpfen derzeit an allen Ecken und Enden: Die Pandemie hat wichtige Lieferketten geschrottet. Ein gewohntes Absatzniveau auf den globalen Märkten erscheint Utopie, sind große Regionen doch von harten Lock-Downs betroffen und werden danach lange brauchen, um auf dem gleichen Niveau wie vorher zu sein … Schwankungen und Unsicherheiten in den Märkten gehen auch an der Belegschaft nicht unbemerkt vorbei. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass Angestellte Angst um ihre Arbeitsplätze haben.

 

Hier gilt es für Unternehmen anzusetzen. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und vor allem auszustrahlen, ein offenes Ohr zu haben und optimistisch zu bleiben, die Belegschaft als Teil der Lösung und nicht als Teil des Problems zu sehen. Hier haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, zum Nachahmen und Bessermachen. :-)

 

Videobotschaft an die Mitarbeiter*innen

 

Wenn wie in der Corona-Krise Belegschaften nicht mehr wie gewohnt zusammenkommen können (zum Beispiel in Kurzarbeit, in getrennten Schichten oder im Homeoffice arbeiten), steht die Geschäftsführung vor der Herausforderung, Betriebsversammlungen irgendwie anders zu organisieren. Und das am besten in kürzeren Abständen als gewöhnlich, denn gerade in Krisenzeiten lechzen Mitarbeitende nach Transparenz: Wie geht es hier weiter? Wo liegen die Probleme? Wie werden wir sie bewältigen können? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Ein Rundbrief an die Belegschaft kann da natürlich die gewünschten Informationen zur Verfügung stellen. Noch mehr als Transparenz wünschen sich Mitarbeitende aber auch ein emotionales Signal ihrer Unternehmensführung. Und das ist über schnödes Papier kaum leistbar. Ein probates Mittel hierfür könnte eine Videobotschaft aus der Führungsriege sein. Zeigt man hier ehrlich die Risiken und Chancen auf, stellt man die getroffenen Maßnahmen und Zeitpläne vor und spricht der Belegschaft Mut zu („Wir schaffen das!"), zahlt dies auf die Mitarbeitermotivation und -bindung ein. Ein Hochglanz-Video ist hier übrigens fehl am Platz, ein selbst aufgenommenes Handy-Video tut es gegebenenfalls auch – Hauptsache authentisch.

 

Mitarbeiter-APP

 

Auch Mitarbeiter-Apps bieten in der Krise echte Vorteile in der internen Kommunikation. Neuigkeiten können schnell verbreitet werden (man ist nicht auf die Erscheinungstermine von Newsletter oder Mitarbeiterzeitung angewiesen), und – jenseits vom trögen Informationssheet – können auch Videos, Podcasts etc. eingebunden werden. Je nachdem wie man die App einrichtet, können sich alle Mitarbeiter*innen auch per Kommentarfunktion, Likes oder eigene Beiträge beteiligen. Wer dazu noch kreative Inhalte bietet, punktet bei seiner Belegschaft. Beispielsweise könnte man für Leute im Homeoffice Tipps zur Gesundheitsvorsorge und digitale Sportangebote sowie Links, wie man dem Lagerkoller des Homeoffice entrinnt, anbieten oder einen Fotowettbewerb ausloben.

 

Befragung machen

 

Wer fragt, der führt. Und wer fragt, hat die Chance auf eine (ehrliche) Antwort. In der Corona-Krise sind die Befindlichkeiten der Mitarbeitenden unter Umständen ganz unterschiedlich. Manch einer ist optimistisch, sieht die Chancen, die Möglichkeiten – ein anderer bangt um den Arbeitsplatz, um seine Gesundheit oder kämpft mit einer Doppelbelastung durch Homeschooling und Job. Doch wie kann die Führung von den individuellen Einstellungen und Herausforderungen wissen und ableiten, was zu tun ist? Eine Mitarbeiterbefragung kann hier gute Ergebnisse liefern. Ein gutes Muster kann man sich bei cubia ansehen. Mit ein paar individuellen Anpassungen und vor allem der Ergänzung von offenen Fragen erhalten Unternehmen schnell ein Bild von der aktuellen Stimmungslage, wo es klemmt und ggf. Ideen und Vorschläge, Probleme zu beseitigen. Eine Liste mit zum Teil kostenfreien Tools finden Sie hier.

 

DANKE sagen

 

Ob öffentlich oder unter vier Augen – zur internen Kommunikation gehört auch das Danke sagen an diejenigen, die während der Krise das Unternehmen am Laufen halten, die sich mit Ideen und Engagement einbringen, die mehr als Dienst nach Vorschrift tun. Das steigert die Motivation nachhaltig und schafft eine Verbundenheit zum Unternehmen – auf lange Sicht. Und spätestens wenn es wieder bergauf geht, sind diese Leistungsträger*innen Ihre Garanten für Ihre Wettbewerbsfähigkeit.

 

Fazit:

 

Die Coronakrise wird zum Game-Changer in der internen Kommunikation. Daher unser Tipp: Probieren Sie etwas aus, nur Mut. Ihre Mitarbeiter*innen schätzen es sicher wert.

 

 

 

Ein Beitrag von Katja Leimeister

 

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