Bisherige Veranstaltungen in 2019

Folgende Veranstaltungen haben wir im Jahr 2019 bereits durchgeführt:

New Work Symposium

14.03.2019, 13:30 -17:30, Aula der Hochschule Aschaffenburg

Die Vorstellung von zwei Studien, Best Practice Beispiele und eine rege Diskussion waren Programmpunkte des abwechslungsreichen Nachmittags. Mehr dazu in unserem Blog. 



Netzwerkveranstaltung "Blockchain - Realistische Anwendungsszenarien“

12. Februar 2019, 16:00 - 18:00 Uhr, mainproject digital, ICO 

Ist nach dem Kursverfall der „Kryptowährungen“ wie Bitcoin die

Blockchain-Technologie diskreditiert und damit irrelevant geworden? In der Netzwerkveranstaltung zeigten die Professoren Dr. Hofmann und Dr. Ruppert auf, dass es ein geradezu typisches Muster in der Wirtschaftsgeschichte ist, dass neue Technologien einen Hype erleben. Wenn diese Euphorie abkühlt, gibt es zwei

mögliche Entwicklungspfade. Entweder werden eine nachhaltigen Nutzungen erschlossen; die Technologie verschwindet in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Oder auf dem zweiten Pfad werden in kleinen Schritten rational-ökonomische Anwendungsmöglichkeiten entwickelt, die produktiv in einer oder mehreren Branchen genutzt werden.

 

Anhand von Beispielen aus verschiedenen Industrien wurde für die

Veranstaltungsteilnehmer deutlich, dass für Blockchain,  Distributed Ledger und sogenannten "Smart Contacts" bereits

Systeme für fälschungssichere Dokumentation und Archivierung, im E-Commerce und für die Abwicklung internationaler Handelsgeschäfte existieren. Weitere erfolgversprechende Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel für die unternehmensübergreifende Kommunikation zwischen Maschinen in sogenannten Internet of Things (IoT), werden erprobt. Diese Weiterentwicklungen können die spezifischen Probleme, die beispielsweise verhindern, dass Bitcoin die

erträumte Rolle eines von Staaten unabhängigen Geldes erfüllt, in anderen Anwendungsszenarien relativieren oder aufheben.

 

Fazit: Auch für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt es sich deshalb, diese zunächst abstrakt und hochkomplex  erscheinenden Technologien weiter im Blick zu behalten.

 

Die Referenten

Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann

Hochschule Aschaffenburg

Prof. Dr. Erich Ruppert

Hochschule Aschaffenburg

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Workshop Predictive Maintenance

29. Januar, 09:00 - 12:30 Uhr, mainproject digital, ICO, Geb. WA 07

 

Predictive Maintenance ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen in Industrieunternehmen. Die vorausschauende Wartung birgt viele Vorteile: Vereinfacht gesagt, ist es so möglich, den optimalen Zeitpunkt für die Wartung einer Maschine oder Produktionsanlage zu bestimmen. Die Wartung lässt sich damit auch optimal in den Produktionsablauf integrieren. Kosten können gesenkt und die Lebensdauer der Maschinen erhöht werden.

 

Im Workshop wurden die Anomaliedetektion, die Mustererkennung und das Supervised Learning als Methoden vorgestellt und anhand von Beispielprojekten aus der Industrie verdeutlicht. Klar wurde, dass nicht die Menge der Daten das wichtigste Kapital des Unternehmens ist, sondern die Fähigkeit die relevanten Daten zu erkennen und zu kombinieren, um daraus aussagekräftige Informationen über den Anlagenzustand zu gewinnen und Prognosen über die nächsten Ereignisse abzuleiten. Dies gelingt umso besser, je intensiver die Mitarbeiter mit dem relevanten technischen Know-how im Unternehmen mit Datenanalysten zusammenarbeiten können.

 

 Die Workshop-Teilnehmer konnten mit Beispieldaten aus verschiedenen Quellen (wie Logbücher, Zähler, Sensoren etc.) im Praxisteil dann selbst ausprobieren, welche Art von Vorhersagen mit den angesprochenen Methoden gewonnen werden können. Dazu wurden Daten in einem Softwaretool visualisiert, geeignete Datensätze, Erhebungsfrequenzen und Zeitintervalle identifizieren und modelliert, um denen Technikern wichtige Informationen für die Serviceintervalle an die Hand zu geben.

 

Die Referenten

Benedikt Sturm

Daniel Jaroszewski



Netzwerkveranstaltung: Delikte im Netz

22. Januar, 16:00 - 18:00 Uhr, Hochschule Aschaffenburg

 

In den Medien liest man immer häufiger von "Datenklau" und anderen Delikten im Internet. Überraschenderweise wurde Anfang des Jahres bekannt, dass sogar Mandatsträger und andere Personen des öffentlichen Lebens von Delikten betroffen, die nur aufgrund ungenügenden Schutzes der Daten möglich waren. Bei zahlreichen neuen Internetdeliktformen ist die

Aufklärungsrate zum Teil eher niedrig, die Folgeschäden sind aber umso gravierender.

 

Die aktuellen Entwicklungen waren Anlass, das Thema Delikte im Netz genauer zu beleuchten. Prof. Georg Rainer Hofmann stellte im Vortrag verschiedene Deliktformen vor. Zum Beispiel sind Fakeshops ein Problem: Das sind Onlineshops, die nach Vorkasse entweder gar nicht oder minderwertig liefern. Im Business-Kontext kommt es vermehrt zu CEO-Fraud - eine Betrugsmasche, bei der Firmen unter Verwendung falscher Identitäten zur Überweisung von Geld manipuliert werden. Aber auch Cybermobbing, Phishing und Lösegeldforderungen zählen zu bekannten Delikten im Netz.

 

Live konnten die Teilnehmer beim Beitrag von Herrn Schulten dann nachvollziehen, wie sie beim Kauf auf beispielsweise Amazon oder Zalando ausgespäht werden. Facebook, googleanalytics & Co. lesen permanent mit und mehren die gesammelten Daten und Angaben über die Käufer und

Nutzer. Referent Ernst Schulten konnte dies über ein Addon für den Firefox namens Lightbeam eindrucksvoll demonstrieren. Da wundert es nicht, dass man auf Facebook nach Besuch von

diversen Onlineshops immer gleich passende Werbeanzeigen präsentiert bekommt.

 

Er empfiehlt daher, Ad-Blocker zu installieren, die das Mitlesen von sogenannten Third Parties unterbinden. Interessant auch die von Schulten mitgebrachte sprechende Puppe, die Kinderwünsche abhört und an den Spielwarenhersteller überträgt (dieses Spielzeug ist in Deutschland allerdings nicht für den Verkauf zugelassen!), oder die SnapChat-Brillen, die das

Geschehen um uns herum aufnehmen und in Soziale Medien einspeisen können.

 

Schulten wies daraufhin, dass ein Blick in die Datenschutzrichtlinien bei jeder Art von

elektrischem Gerät lohnt. Selbst bei Kühlschränken oder elektrischen Zahnbürsten sind Apps verfügbar, die all unsere Nutzungsdaten aufzeichnen und zum Hersteller oder Vertreiber zurückspiegeln. Letztlich könne Google & Co. ja nur das über uns wissen, was wir bereitwillig, wenn auch oftmals unwissentlich, preisgeben. Der Aufbau einer guten persönlichen Datenhygiene

kann daher nicht schaden: Informationen zum Schutz finden Sie auf www.webhygiene.de

 

Fazit: Es braucht eine Basis-Kompetenz jeden Bürgers und Nutzers, sorgsam mit den diversen Datensammlern und ihrer gegenseitigen Vernetzung umzugehen.

 

Zu den Referenten:

Herr Schulten beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Phänomen der Internetdelikte und ihrer Prävention. Herr Prof. Hofmann hat zu diesem Thema unter anderem an der letzten Jahrestagung der Bundesnetzagentur in Berlin im September 2018 einen Vortrag über die neueren Entwicklungen gehalten.

 

Die Referenten

Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann

Ernst Schulten

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