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Für Sie besucht: Blockchain - realistische Anwendungszenarien

Ist nach dem Kursverfall der „Kryptowährungen“ wie Bitcoin die

Blockchain-Technologie diskreditiert und damit irrelevant geworden? In der Netzwerkveranstaltung zeigten die Professoren Dr. Hofmann und Dr. Ruppert auf, dass es ein geradezu typisches Muster in der Wirtschaftsgeschichte ist, dass neue Technologien einen Hype erleben. Wenn diese Euphorie abkühlt, gibt es zwei mögliche Entwicklungspfade. Entweder werden eine nachhaltigen Nutzungen erschlossen; die Technologie verschwindet in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Oder auf dem zweiten Pfad werden in kleinen Schritten rational-ökonomische Anwendungsmöglichkeiten entwickelt, die produktiv in einer oder mehreren Branchen genutzt werden.

 

Anhand von Beispielen aus verschiedenen Industrien wurde für die Veranstaltungsteilnehmer deutlich, dass für Blockchain,  Distributed Ledger und sogenannten "Smart Contacts" bereits Systeme für fälschungssichere Dokumentation und Archivierung, im E-Commerce und für die Abwicklung internationaler Handelsgeschäfte existieren. Weitere erfolgversprechende Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel für die unternehmensübergreifende Kommunikation zwischen Maschinen in sogenannten Internet of Things (IoT), werden erprobt. Diese Weiterentwicklungen können die spezifischen Probleme, die beispielsweise verhindern, dass Bitcoin die erträumte Rolle eines von Staaten unabhängigen Geldes erfüllt, in anderen Anwendungsszenarien relativieren oder aufheben.

 

Fazit: Auch für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt es sich deshalb, diese zunächst abstrakt und hochkomplex  erscheinenden Technologien weiter im Blick zu behalten.

 

Unterlagen aus dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 

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