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Klassisch oder agil - was ist besser?

Vorbehalte gegen klassischem als auch agilem Vorgehen im Projektmanagement gibt es von beiden Seiten. Während die „Agilen“ betonen, dass sie viel schneller und pragmatischer zu Ergebnissen kommen, legen die „Klassiker“ Wert auf Planbarkeit von Ressourcen und Ergebnissen.

 

Was also sind konkret die Unterschiede zum klassischen Projektmanagement?

 

Klassisches Projektmanagement arbeitet in der Regel mit dem linearen Wasserfallmodell. Klare und durch Meilensteine abgegrenzte Projektphasen folgen aufeinander. Kosten, Termine und Ressourcen, ebenso wie die gewünschten Ergebnisse werden vor Projektbeginn festgelegt. Änderungen in der Projektabwicklung werden möglichst vermieden, da sie aufwändige und kostspielige Anpassungen nach sich ziehen.

Im Gegenzug dazu lebt das agile Projektmanagement von der iterativ-inkrementellen Vorgehensweise. Nach jedem Schritt (Iteration) wir ein potenziell lieferfähiges Produktinkrement fertiggestellt. Der Erfolg basiert unter anderem auf vertrauensvoller Teamarbeit, kurzen Feedbackschleifen, hoher Reaktionsfähigkeit bei Änderungswünschen und kontinuierlicher Prozessverbesserung

Wann ist agiles Projektmanagement dem klassischen überlegen?

 

Agiles Projektmanagement hat viele Vorteile, doch bleibt nach wie vor abzuwägen, wann welche Herangehensweise angezeigt ist. Fehlen die Voraussetzungen wie agile Werte und Prinzipien in der Organisation, ist das Vorhaben möglicherweise besser in einem klassischen Projektmanagement zu bewältigen. Ansonsten sollte man das Projekt hinsichtlich folgender Merkmale betrachten, um eine Entscheidung zugunsten einer Methode zu fällen.

 

Ein einfacher Test verschafft Klarheit

 

Bei Proagile haben wir einen einfachen Test (https://proagile.de/stacey-matrix/ ) gefunden, der eine schnelle Einschätzung ermöglicht, inwieweit sich die klassische oder agile Vorgehensweise anbietet: Neben der Anforderungen berücksichtigt der Test auch Fragen zum Mindset in der Organisation. Eine Auswertung nach einer Hand voll Fragen ergibt z.B. das folgende Bild. In unserem fiktiven Fall empfiehlt der Test also, das Projekt mit Scrum zu managen.

 

Fazit: Projekte sollte man nicht über einen Kamm scheren. Sie sind von den Anforderungen verschieden und auch von der Rahmenbedingungen. Daher ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, welche Methode für das jeweilige Projekt erfolgsversprechend ist und nicht auf agil bzw. klassisch zu beharren.

 

Ausblick: Im nächsten Blogeintrag stellt Ihnen Meike Schumacher die agile Methode Design Thinking vor.

 

 

 

Ein Beitrag von Katja Leimeister

 

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